Presse

Druck-Medien_Mai2012

Schätzungen zufolge handelt es sich bei rund zehn Prozent aller in den Handel gelangender Medikamente um Plagiate. Grund genug, die Entwicklung innovativer Markenschutz-Technologien voranzubreiben.

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Marktübersicht Sicherheitstechnik in POS Manager Technology 4-2012

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Die Verpackung der Zukunft

Jeder Bundesbürger wirft jährlich durchschnittlich 82 Kilo Lebensmittel weg. Mehr als die Hälfte davon wäre noch zu gebrauchen. Im Jahr 2011 haben die deutschen Zollbehörden gefälschte Arzneimittel im Wert von 3,1 Millionen Euro sichergestellt. Dies bedeutet einen Anstieg um mehr als das Dreifache gegenüber 2010. Sollten Sie denken, dass diese zwei Probleme nicht viel gemeinsam haben, dann liegen Sie falsch. Denn sie haben eine gemeinsame Lösung: Smart Packaging, d.h. die intelligente Verpackung.

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Faller setzt auf innovative Technologie bei Fälschungssicherheit

Druckbarer Datenspeicher – Faller setzt auf innovative Technologie bei Fälschungssicherheit und Informationsspeicherung für Packmittel

August Faller KG beteiligt sich an der Certego GmbH, einer Ausgründung aus dem Bayer Konzern

Waldkirch, Februar 2011 – Die August Faller KG, Systemlieferant für Faltschachteln, Packungsbeilagen, Haftetiketten und Kombiprodukten für die pharmazeutische Industrie geht eine Partnerschaft mit der Certego GmbH ein.

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Industry Workshop 'Protection against Plagiarism’

The nation-wide initiative 'Innovation against plagiarism' supported by The Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) focusses on detection and protection against counterfeits.

escrypt is responsible for the security architecture and implementation in the project MobilAuthent, which foucsses on the protection against plagiarism by using secured Radio Frequency Identification (RFID).

This industry workshop takes place at the site of escrypt in Bochum and presents current results of the project MobilAuthent and invited talks with related topics.
 

escar 2009 - Embedded Security in Cars Conference


The 7th. escar conference 2009 takes place in Dusseldorf November 24th & 25th.
Information technology is the driving force behind innovations in the automotive industry.
One crucial aspect of future IT applications in cars is the IT security of embedded applications.
Embedded security will be an enabling technology for the majority of car IT systems such as telematics, infotainment, secure software download, and ad hoc networks. escar is the premier international conference which provides a forum for a systematic treatment of this emerging field.
 

Preisverleihung des INNOVATIONSPREISES 2008

Preisverleihung des INNOVATIONSPREISES 2008 der Initiative Mittelstand auf der CeBIT für das Produkt CerTab der Certego GmbH.

Der Innovationspreis der Initiative Mittelstand fördert durch die jährliche Auszeichnung medienwirksam innovative und mittelstandsgeeignete Produkte, welche mittelständischen Unternehmen Impulse zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit geben.

Sieger im Bereich Identifikationstechnik: CerTab, Certego GmbH.


Überreichung des Innovationspreises an den Geschäftsführer der Certego GmbH, Torsten Hupe.
 

PhenoStor gewinnt in der Kategorie "Bestes Neues holographisches Produkt 2007"

Hongkong. Das holographische Speichersystem PhenoStor der Bayer Innovation GmbH hat den international renommierten "Excellence-in-Holography"-Award gewonnen. Mit dem Preis, der im Rahmen der Konferenz "Holo-pack-Holo-print" in Hongkong verliehen wurde, würdigt die "International Hologram Manufacturers Association" IHMA die innovativsten und erfolgreichsten Holographie-Produkte und -Technologien des vergangenen Jahres.

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Das holographische
Speichersystem der Bayer
Innovation GmbH belegte
Platz eins in der Kategorie
"Bestes neues holographisches
Produkt 2007".


 

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik verleiht während der CEBIT Gütesiegel für PhenoStor

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik verleiht während der CEBIT Gütesiegel für PhenoStor

 

Bayer Moves into Holographic Biometric Security

Technology News / October 2006 Vol 12 No 10


The large German chemistry company Bayer AG, through Bayer Innovation GmbH, has moved into the field of biometric security with the introduction of PhenoStor, a holographic photopolymer storage medium for plastic card, invented by Bayer Central Research and developed by Bayer Material Science.

 

Bosch, Axis and Bayer Innovation – over all winners of the Detektor International Award 2006

Bosch, Axis and Bayer Innovation – over all winners of the Detektor International Award 2006


The winners of this year´s Detektor International Award were honoured at the security industry gala dinner at the Scandic Copenhagen Hotel in conjunction with the opening day of the Sectech Exhibition and Conference in the Danish capital. The ceremony for the 7th Detektor International Award was hosted by Jonny Sjöberg, editor of the Danish edition of the security industry portal SecurityWorld-Hotel.com and Lennart Alexandrie, the editor-in-chief of the security technology trade publication, Detektor International. The event was witnessed by the 130 security professionals at the dinner.

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Holographischer Speicher für hochsichere Ausweise

Holographischer Speicher für hochsichere Ausweise
Euro Security 11 / 2006
Bayer Innovation
Auf der Security präsentierte Bayer Innovation das weltweit erste, auf holographischer Datenspeicherung basierende System für Ausweise.

 

Hochsicherer Speicher in Ausweisen für Biometrie-Anwendungen

Hochsicherer Speicher in Ausweisen für Biometrie-Anwendungen

Biometrische Systeme verändern die Sicherheitswelt. Doch die Möglicheiten elektronischer Chipkarten sind begrenzt. Das neue Kunststoff- Speichermedium PhenoStor® könnte bestehende Probleme lösen.

Zeige mir deinen Finger und ich sage dir, wer du bist: Biometrie erobert den Alltag. Wer sich am Flughafen, am Arbeitsplatz oder Geldautomaten identifizieren will, wird künftig nicht mehr nur gemustert,
sondern auch vermessen. Die Palette der mehr oder weniger erfolgreich erprobten Systeme, die auf Identifikation durch Körpermerkmale setzen, reicht vom Fingerabdruckvergleich über Iris-Scans bis zu Venenmuster- und Gesichtserkennung.

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Bayer-Innovation startet CC-Zertifizierung für Phenostor Kartenlesegerät

Bayer-Innovation startet CC-Zertifizierung für Phenostor Kartenlesegerät


 

IT-Sicherheitsbewusstsein steigt

Quelle: Artikel "Öffentliche Sicherheit 1-2/06"

 

RZ-live, ein Rechenzentrum zum Anfassen

 

Holografie statt Chip zur Verschlüsselung

vdi-nachrichten.com
Christiane Schulzki-Haddouti

Holografie statt Chip zur Verschlüsselung

Sicherheitstechnik: Optische Speicherung biometrischer Daten

VDI nachrichten, Düsseldorf, 15. 7. 05 - Beim biometrischen Reisepass werden die Daten auf einem Chip digital verschlüsselt. Doch es geht auch anders, nämlich analog mit Licht. Bayer Innovation hat die Speichertechnologie Phenostor entwickelt. Daten werden dabei in einer Plastikfolie holografisch gespeichert und mit Hilfe eines Lichtfilters ver- und entschlüsselt.

Statt eines Chips könnte ein Stück Plastikfolie namens Phenostor für eine Sicherheitskarte ausreichen - ob Gesundheitskarte oder biometrischer Reisepass. Auf der Folie werden Hologramme gespeichert, die theoretisch Informationen bis in den Gigabyte-Bereich aufnehmen könnten.

Mit einem biometrischen Zugangskontrollsystem wird Bayer zusammen mit der Firma Byometrics Systems, die als lizenzierter Partner von Iridian Technologies auf Iriserkennung basierende Lösungen vertreibt, noch in diesem Jahr Seriengeräte für eine erste Anwendung vorstellen. Die biometrischen Referenzdaten, in diesem Fall ein Iris-Template, sollen auf dem Kunststoff der Karte gespeichert werden.

Mitte 2006 will Bayer Innovation Hologramme in der Größe mehrerer MByte auf der Karte unterbringen. Als Anwendung kommen etwa Röntgenbilder in Frage, die auf einer Gesundheitskarte gespeichert werden sollen. Mittelfristig könnte der Werkstoff Phenostor in der Sicherheitstechnik zu einer Konkurrenz der Chipkarte werden.

Das System ist eine Kombinationslösung: Einerseits werden Daten digital in das Polymer Phenostor eingeschrieben, andererseits werden sie analog holografisch verschlüsselt. Die Information kann aus dem Hologramm durch Bestrahlen mit einem Referenzstrahl wieder ausgelesen werden. Wird dieser beim Einschreiben moduliert, muss er für das Auslesen auf dieselbe Weise moduliert werden. Die Modulation fungiert damit als kryptografischer Schlüssel. Die Kodierung des Referenzstrahls erfolgt auch mit einer Maske.

Nach Angaben von Bayer lassen sich für die analoge Verschlüsselung sehr hohe Schlüssellängen realisieren. Gleichwohl ist für die Entschlüsselung kein höherer "Rechenaufwand" nötig. Die Anwendung kann so gestaltet werden, dass das Auslesen der Karte nur autorisiert erfolgen kann, etwa durch Angabe einer PIN oder eines biometrischen Merkmals.

Grundlage für die Datenspeichertechnik im Phenostor-Polymer ist polarisiertes Licht, das die Moleküle im Speichermaterial ausrichtet. In welche Richtung sich die Molekülgruppen orientieren, bestimmt die Polarisationsrichtung des Lichts. Durch das Belichten wird die Information geschrieben, sie bleibt auch ohne Licht erhalten. Es entstehen so Bereiche der Folie, die erfasst oder beschrieben sind, und Bereiche, die nicht erfasst sind. Die geordneten Polymerbereiche sind die Einsen, die ungeordneten die Nullen.

Die auf den Karten gespeicherten Daten versprechen relativ robust zu sein, da sie in einem Hologramm gespeichert werden. Zerbricht man das Hologramm in zwei Teile, erhält man beim Bestrahlen der einzelnen Teile jeweils ein komplettes, jedoch etwas kontrastärmeres Bild. Die Daten können auch nicht kopiert werden, da sie mit einem Mikroskop nicht erkannt werden können.

CHRISTIANE SCHULZKI-HADDOUTI

 

Biometrische Referenzdaten der Iriserkennung

Biometrische Referenzdaten der Iriserkennung sollen auf einer neuartigen, durch holographische Verschlüsselung gesicherten Polymer-Karte abgelegt werden.

Mitterfelden, 12. Mai 2005 - "Realisierung von Sicherheitsanwendungen auf Basis von Iriserkennung und intelligenten Speicherpolymeren" ist das Ziel einer Kooperation der byometric systems AG mit der Bayer Innovation GmbH aus Düsseldorf. Noch in diesem Jahr sollen erste Pilotprojekte starten, bei denen die biometrischen Daten nicht mehr auf dem Chip einer konventionellen SmartCard gespeichert werden, sondern auf dem Kunststoff der Karte selbst.

Ermöglicht wird dies durch eine Schicht sogenannter photoadressierbarer Polymere (PhenoStor®) auf der ID-Karte. Mit Hilfe polarisierter Lichtstrahlen werden Polymermoleküle ausgerichtet und so Daten ein- und ausgelesen. Die Informationen auf der Karte sind nicht in binärer Form sondern als "unsichtbares" Hologramm gespeichert. Dies gewährleistet eine effektive Verschlüsselung von hoher Fälschungssicherheit.

"Die sichere und datenschutzgerechte Anwendung biometrischer Erkennungsverfahren verlangt einen umfassenden Schutz der gespeicherten Referenzdaten vor unbefugtem Zugriff. Mit PhenoStor® können wir hier neue Maßstäbe bei der dezentralen Speicherung biometrischer Daten setzen", so Alexander Lau, Vorstand der byometric systems. "Aus der Kombination von PhenoStor® mit dem derzeit sichersten biometrischen Erkennungsverfahren ergibt sich ein Authentifizierungssystem, das sich uneingeschränkt auch für den Identitätsnachweis in Hochsicherheitsbereichen empfiehlt", sagt Hardy Jüngermann, Projektleiter für Datenspeicherung und Sicherheit bei Bayer Innovation.

 

BSI-Sicherheitskongress bringt überraschende Ankündigungen

IT-Sicherheit als nationale Aufgabe


BSI-Sicherheitskongress bringt überraschende Ankündigungen

Die Bundesregierung will mehr IT-Sicherheit für kritische Infrastrukturen und sieht Deutschland als Vorreiter bei der Standardisierung der neuen Biometrie-Pässe. Der BSI-Kongress überraschte auch mit neuer Sicherheitstechnik.

Gleich zum Auftakt des 9. Deutschen IT-Sicherheitskongresses des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kündigte Bundesinnenminister Otto Schily einen „Nationalen Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen in Deutschland“ an. Der Plan werde unter der Federführung des Bundesinnenministeriums gemeinsam mit dem BSI erarbeitet.

Schilys Ankündigung überraschte selbst Eingeweihte, denn der Plan soll im Bundeskabinett erst nach der Sommerpause vorgestellt werden. Ob es dazu aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahlen noch kommen wird, ist nun allerdings fraglich. Gleichwohl wird das Thema „Kritische Infrastrukturen“ angesichts der sich verschärfenden Gefährdungslage auch eine neue Regierung beschäftigen.

„Neue Strategien zur Bekämpfung von Angriffen von Hackern und Viren“ fordert Schily - sowohl für private Anwender wie für Unternehmen und Behörden. IT-Sicherheit soll nicht mehr allein die private Angelegenheit von Unternehmen sein, sondern Bestandteil der nationalen Sicherheit werden. Der Plan, so Schily, sehe „klare Vereinbarungen für die hierfür notwendige Aufgabenbewältigung“ vor sowie „Maßnahmen zur wirkungsvollen Reaktion“ bei IT-Sicherheitsvorfällen. Dafür will er dem BSI operative Aufgaben übertragen.

Das BSI soll außerdem ein IT-Krisenreaktionszentrum des Bundes aufbauen und mit den privaten Betreibern kritischer Infrastrukturen aus dem Energiesektor, dem Finanz- und Versicherungswesen, dem Transport- und Versorgungssektor, dem Notfall- und Rettungswesen, dem Gesundheitswesen und der öffentlichen Verwaltung eng zusammenarbeiten. In Deutschland sind vier Fünftel der kritischen Infrastrukturen in privatwirtschaftlicher Hand. Schily will mit den Betreibern „in der nächsten Zeit zu belastbaren und verbindlichen Vereinbarungen gelangen.“ Gesetzliche Veränderungen schloss er nicht aus - denn nach geltender Gesetzeslage darf das BSI selbst nicht operativ tätig werden.

BSI-Präsident Udo Helmbrecht erklärte, das BSI werde zur „vierten Säule“ der inneren Sicherheitsarchitektur neben Verfassungsschutz, Bundesgrenzschutz und Bundeskriminalamt ausgebaut. Inwieweit es wie die Datenschützer Kontrolltätigkeiten und Berichtspflichten übernehmen wird, ist noch unklar. Auch die Datenschützer beraten Unternehmen im Rahmen eines umfassenden Datenschutzkonzepts hinsichtlich ihrer IT-Sicherheit.

Schily betonte in seiner Rede auch, dass die staatliche Unterstützung der deutschen IT-Industrie wichtig sei, um internationale Standards setzen zu können. „Um uns langfristig schützen zu können, brauchen wir vertrauenswürdige IT-Produkte und Dienstleistungen von Anbietern in Deutschland“, betonte er. Vor allem bei der Entwicklung der neuen biometrischen Reisepässe in der Europäischen Union setzt das Innenministerium auf die Vorreiterrolle Deutschlands.
Basic Control

„Ziel ist es, deutsche Technologie in den Weltmarkt zu bringen“, sagte auch BSI-Präsident Helmbrecht. Er erklärte, dass das BSI in enger Zusammenarbeit mit der Industrie mit kryptographischen Zugriffskontrollen grundlegende Prinzipien der Datensicherheit und des Datenschutzes bei der internationalen Standardisierungsbehörde für Reisepässe, der International Civil Aviation Organisation (ICAO), durchsetzen konnte. Erst Anfang Mai verkündeten die USA, das Sicherheitskonzept der „Basic Access Control“ [1, 2] zu übernehmen, nachdem sie noch vor einem Jahr in den ICAO-Gremien Pass-Prototypen vorgestellt hatten, die sich völlig ungesichert aus der Hosentasche auslesen ließen. Mit der „Basic Access Control“ sollen die Daten im RF-Chip des Passes vor unberechtigten Zugriffen wie heimliche Kontrollen oder Identitätsdiebstahl geschützt werden. Dabei muss das Lesegerät auch optischen Zugriff auf die Datenseite des Reisepasses haben.
Basis Access Control Basis Access Control: Das Lesegerät muss sich gegenüber dem RF-Chip auf den geplanten neuen Reisepässen authentisieren. Dafür benötigt es einen geheimen Zugriffsschlüssel, der sich aus der optisch maschinenlesbaren Zone des Reisepasses berechnet.

Für den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar bietet die „Basic Access Control“ keinen ausreichenden Schutz. Als Beispiel führte er die WM 2006 an. Die Ticketbesteller müssen Namen, Geburtsdatum, die Passnummer und das Ausstellungsdatum des Dokuments angeben. „Aus diesen Angaben ergeben sich die Sicherheitsmerkmale, die für den Schlüssel genutzt werden“, sagte Schaar.

Einen besseren Zugriffsschutz soll die „Extended Access Control“ bieten, die für das Auslesen von Pässen, in denen auch Fingerabdrücke gespeichert sind, vorgesehen ist. Der Zugriffsschutz soll mit einem „neuen, stärkeren Sitzungsschlüssel“ arbeiten. Laut BSI kann der Passaussteller auf der Basis politischer Vereinbarungen festlegen, ob ein anderes Land die biometrischen Merkmale auslesen darf. In der Praxis sollen die Lesegeräte mit einem eigenen Schlüsselpaar und einem vom RF-Chip verifizierbaren Zertifikat, das die Rechte exakt festlegt, ausgestattet werden.

Peter Schaar sieht darin zwar einen Fortschritt, wie gut dies Verfahren wirklich sei, müsse man aber noch überprüfen. Er bemängelte, dass die Bundesregierung noch immer Testergebnisse zur Biometrie nicht offen lege und damit keine offene Diskussion in der Wissenschaftscommunity ermögliche. Lediglich eine vor zwei Jahren vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Biometrie-Machbarkeitsstudie soll sich derzeit in Druck befinden. Die Ergebnisse des Biometrieprojekts BioPII sind bisher nicht veröffentlicht, obgleich der jetzt für November geplante Einführungstermin für die neuen Pässe immer näher rückt. Der Datenschützer fordert, dass die Bundesregierung endlich ein „verbindliches und überprüfbares Sicherheitskonzept“ vorlegt.
Datenschutz-Features

Thomas Löer, Gesamtprojektleiter für den EU-Biometriepass der Bundesdruckerei, trat auf einer Podiumsdiskussion datenschutzrechtlichen Bedenken entgegen [3]: Der Chip gebe bei jedem Lesevorgang jeweils andere Seriennummern heraus. Außerdem speichere die Bundesdruckerei alle personenbezogenen Daten nur für den Produktionszeitraum. Software-Updates für die Chips oder Manipulationen anderer Art seien nicht möglich. In einem Kongress-Beitrag schlug Willem Jonker vom niederländischen Philips Research Laboratory vor, das Problem doppelter Identitäten durch gefälschte Pässe mit Hilfe zentraler Hash-Tabellen, aber ohne zentrale Datenbanken zu lösen.

Trotz solcher Lösungsvorschläge ist die frühere Euphorie verflogen. Mit der Biometrie, so versprach Schily noch vor einiger Zeit, sollte eine sichere Identifizierung möglich sein. Nach zahlreichen, wenig ermutigenden Biometriestudien formuliert man nun etwas vorsichtiger: „Mit dem digitalen Merkmal des Gesichts soll die Bindung zwischen Person und Dokument erhöht werden“, erklärte BSI-Präsident Helmbrecht jetzt. Erleidet der Chip, auf dem die biometrischen Daten gespeichert sind, jedoch einen Defekt, so bleibt der Reisepass gültig, da das digitale biometrische Merkmal lediglich einen Mehrwert, ein „Add-on“ darstellen soll.

Auch Christoph Busch vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) erklärte, die zweidimensionale Gesichtserkennung sei „nicht überwindungssicher“ und daher nur in überwachten Szenarien einsetzbar. Potenzial habe jedoch die dreidimensionale Gesichtserkennung. Um sie in der Praxis umzusetzen, müssen jedoch alle 6300 Passstellen in Deutschland mit entsprechenden Erfassungsgeräten ausgestattet werden.

Da das genaue Konzept immer noch nicht steht, sind auch die Kosten immer noch unklar. Das Büro für Technikfolgenabschätzung hatte Anfang 2004 in einer groben Schätzung einmalige Kosten von 670 Millionen Euro angesetzt, die jährlich 610 Millionen Euro Folgekosten nach sich ziehen.

Während die Einführung des biometrischen Passes zu einem höchstens geringen Sicherheitsgewinn für alle führt, stärkt sie damit immerhin die deutsche IT-Sicherheitsindustrie: So eröffnet sich nicht nur ein großer Markt für die Hersteller von Lesegeräten, sondern dank ihres großen Einflusses auf die ISO-Standardisierung verbessern auch Infineon und Philips durch die erfolgreiche Standardsetzung ihre Position auf dem Weltmarkt für die Pass-Chips. Die beiden decken bereits jetzt 70 Prozent des Weltmarkts für Chips für kontaktlose Smartcard-Schnittstellen ab. Die Pass-Chips von Philips werden in Hamburg entwickelt, getestet und geprüft.
Speicheralternative

Um Daten sicher auf einer Karte speichern zu können, sind Chips jedoch nicht unbedingt nötig. Bayer Innovation, als Tochter-Firma des Pharmakonzerns Bayer eine Außenseiterin auf dem IT-Sicherheitsmarkt, sorgte auf der BSI-Tagung für eine weitere Überraschung. Sie stellte eine neue Speichertechnologie für Sicherheitsanwendungen namens Phenostor vor [4].

Bei dem analogen Hardware-Verschlüsselungs-Verfahren werden die Daten in einer durchsichtigen, orangefarbenen Plastikfolie holografisch gespeichert und mit Hilfe eines Lichtfilters ver- und entschlüsselt. Polarisierte Lichtstrahlen richten die Polymermoleküle im Speichermaterial dauerhaft aus. Die geordneten Polymerbereiche stellen Einsen, die ungeordneten Nullen dar.
Holografisches Speicherverfahren Schematische Darstellung eines holografischen Speicherverfahrens: Moduliert man den Referenzstrahl beim Schreiben, so lässt sich die Information auch nur mit einem entsprechend modulierten Strahl wieder auslesen.

Auf dem Medium von der Größe einer Kreditkarte lassen sich theoretisch Datenmengen bis zu mehreren Gigabyte unterbringen. Damit könnte sich Phenostor mittelfristig zu einer Konkurrenz für die herkömmliche Chipkartentechnik entwickeln. Mitte 2006 will Bayer Innovation Hologramme in der Größe mehrerer Megabyte auf der Karte unterbringen. Als Anwendung kommen beispielsweise Röntgenbilder in Frage, die auf einer Gesundheitskarte gespeichert werden sollen.

Die Anwendung kann so gestaltet werden, dass das Auslesen der Karte nur autorisiert erfolgen kann, etwa nachdem der Kartenbesitzer eine PIN oder ein biometrisches Merkmal in das Lesegerät eingegeben hat. Mit einem biometrischen Zugangskontrollsystem wird Bayer zusammen mit der Firma Byometrics Systems, die als lizenzierter Partner von Iridian Technologies auf Iriserkennung basierende Lösungen vertreibt, noch in diesem Jahr Seriengeräte für eine erste Anwendung vorstellen.
Mindestspeicherfristen

Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), brachte auf der Tagung noch einmal ein weiteres heftig umstrittenes Thema aufs Tapet: Er forderte in seiner Rede die Einführung von Mindestspeicherfristen, da in der polizeilichen Praxis Verdachtsmomente häufig erst mit zeitlicher Verzögerung bekannt würden und die bei den Betreibern gespeicherten Verkehrsdaten oftmals der einzige erfolg-versprechende Ansatz seien, Täter bei schwersten Straftaten zu ermitteln.

Ziercke forderte auch gesetzliche Änderungen bei der Verschleierung von IP-Adressen durch Anonymisierungsdienste wie AN.ON von der Universität Dresden. Die Betreiber solcher Dienste sollten die Verkehrsdaten für eine Mindestfrist speichern und die IP-Adressen eindeutig zum Nutzer zuordnen können. Die Nutzer könnten weiterhin ins Internet gehen, ohne mit ihrem Kommunikationspartner beziehungsweise dem Server direkt in Kontakt treten zu müssen. Ein Recht auf Anonymität im Internet will Ziercke nicht bestreiten, wohl aber das „Recht auf Unidentifizierbarkeit“ selbst bei schwersten Straftaten. (anm)

 

 
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